Forum Wissenschaftsreflexion Forschungsbau
Konzeption des Forschungsbaus

Konzeption des Forschungsbaus

Bevor mit der architektonischen Umsetzung der Forschungsprogrammatik begonnen wurde, haben sich die Forschenden darüber ausgetauscht, welche wissenschaftlichen Möglichkeiten der Bau für die Wissenschaftsreflexion schaffen soll. Es wurden vier Funktionen identifiziert: kommunizieren und kooperieren, durchdenken und verfassen, recherchieren, erheben und auswerten sowie präsentieren und diskutieren.

Im zweiten Schritt wurden diese Aufgaben in eine bildliche Funktionsbeschreibung übersetzt. Diese Übersetzung schuf den Übergang von den wissenschaftlichen Reflexionen zur architektonischen Planung. Dabei standen zwei Fragen im Mittelpunkt: Welche Räumlichkeiten braucht wissenschaftsreflexive Forschung? Wie sind diese zueinander anzuordnen?

Im dritten Schritt wurden die Räume geplant.

Funktionale Darstellung des Forschungsbaus Funktionale Darstellung des Forschungsbaus Funktionale Darstellung des Forschungsbaus
Von den wissenschaftlichen Funktionen zur architektonischen Planung
  • 1. Die Agora - Kommunizieren und Kooperieren

    Im ersten Stock des Forums Wissenschaftsreflexion befindet sich eine Agora, die als zentraler Treffpunkt für geplante sowie ungeplante wissenschaftliche Gespräche und Diskussionen dient. Sie ist medial ausgestattet, um als Ort verdichteter wissenschaftlicher Kommunikation zu fungieren. Auch in den anderen Stockwerken wurden offene Begegnungsflächen geschaffen, um dort ebenfalls Gelegenheiten für spontane Begegnungen und gegenseitige Anregungen zu haben.

  • 2. Die Wissenswerkstatt - Recherchieren, Erheben und Auswerten

    Wissenschaftsreflexion repräsentiert einen dynamischen und interdisziplinären Forschungsbereich, weshalb ein besonders hoher Bedarf an, aber auch ein besonders hohes Potenzial für forschungsinfrastrukturelle(n) Neuerungen besteht. Im Forschungsbau entsteht eine innovative Forschungsinfrastruktur, die sich als “Wissenswerkstatt” versteht. Sie wird gemeinsam von den Informationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern des fdz.DZHW und der Nachwuchsforschungsgruppe Wissensinfrastrukturen der TIB mit den Forscherinnen und Forschern der Wissenschaftsreflexion aufgebaut und permanent weiterentwickelt.

    Die Wissenswerkstatt bietet attraktive und mit einer virtuellen Forschungs­umgebung ausgestattete Arbeitsplätze, die sich sowohl für Einzel- als auch Gruppenarbeit eignen. Für die Forschung mit Datensätzen, für die besonders hohe Anforderungen an den Datenschutz gelten, sind zwei abgetrennte Räume vorhanden. Die Büroräume des fdz.DZHW und des  Lab Wissensinfrastrukturen des TIB gruppieren sich um die Wissenswerkstatt, so dass jeder Zeit eine unkomplizierte Beratung erfolgen kann und zu einer intensiven wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Forschungsinfrastruktur angeregt wird.

    Die Wissenswerkstatt ist wie die Agora im ersten Stock angesiedelt und beide sind durch einen Rundgang miteinander verbunden. Dadurch können Forschungsideen und -fragen, die in der Agora entstehen, unmittelbar in der Wissenswerkstatt recherchiert und vertieft werden.

  • 3. Veranstaltungs- und Arbeitsräume - Präsentieren und Diskutieren

    Für größere Tagungen und Konferenzen steht ein Vortragssaal für ca. 180 Personen zur Verfügung. Für Workshops und Arbeitsgruppentreffen können zwei Besprechungsräume für jeweils bis zu 30 Personen genutzt werden. Ein Besprechungsraum ist speziell für Videokonferenzen eingerichtet.

  • 4. Büro - Durchdenken und Verfassen

    Die Büroräume wie auch die Räume für die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler liegen in den Außenbereichen auf jeder Etage des Baus. Damit garantieren sie eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Die Büros sind auf Einer-, Zweier- und Dreierbesetzung ausgelegt.