Forschungsfeld "Soziale Differenzierung"

Der Fokus liegt hier auf Prozessen der sozialen Differenzierung durch die Institutionen und Organisationen der Hochschul- und Wissenschaftssysteme. Drei Ebenen der sozialen Differenzierung werden unterschieden: Erstens die Mitwirkung von Hochschule und Wissenschaft an Prozessen der sozialstrukturellen Differenzierung auf der individuellen Ebene durch Weitergabe, Verstärkung und Herstellung ungleicher Bildungs- und Berufschancen. Zweitens Prozesse der sozialen Differenzierung innerhalb der Institutionen und Organisationen von Hochschule und Wissenschaft, z.B. durch die Zuweisung hierarchisierter Positionen mit ungleichen Ressourcen und Reputation. Drittens Differenzierungen des Wissenschafts- und Hochschulsystems auf nationaler wie auch internationaler Ebene, begründet z.B. durch unterschiedliche Reputationszuweisungen. Schwerpunktmäßig befasst sich das Forschungsfeld mit der "zweiten Hochschulexpansion".

Aktuelle Schwerpunkte

Nicht-monetäre Bildungsrendite

Auf der individuellen Ebene werden insbesondere nicht-monetären Bildungsrenditen beforscht werden. Zu diesen gehören u.a. Gesundheit und Resilienz, subjektives Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit, Teilhabe am sozialen Leben, praktizierte Lebensformen, Norm- und Werthaltungen, politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement.

Ausgewählte Forschungsprojekte

Tenure-Track-Professuren

Auf der zweiten Ebene konzentriert sich gegenwärtig die Forschung auf die Einführung vonTenure-Track-Professuren.

Forschungsprojekt

From Education to Employment

Die "zweite Hochschulexpansion" stellt sich auch als universaler Trend dar, der durch länderspezifische Strukturen und Kulturen systematisch gefiltert und geprägt wird. Hier werden internationale Vergleichsstudien durchgeführt, um den Einfluss unterschiedlicher institutioneller Settings im Sekundar- und Hochschulbereich auf die individuellen Lebensverläufe aufzuzeigen.

Forschungsprojekt